Die Baumkulturen

Vom Setzling bis zum fertigen Weihnachts­baum

Fast alle unsere Bäume, die wir zum verkauf an­bieten, wachsen in uns­er­er ei­ge­nen Baum­kulturen auf. Hier kön­nen sie in natür­lichem Anbau um­welt­scho­nend groß werden.

Umweltbewusstsein wird groß geschrieben

Auf rund vier Hektar betrei­ben wir unse­re Weih­nachts­baum­kul­tu­ren, aus­schließ­lich für die direk­te Ver­mark­tung an pri­va­te Kun­den. Während der Berufs­aus­bil­dung zum Land­wirt hatte Ru­dolf Pla­ten die Idee zum An­bau von ei­ge­nen Tan­nen­bäumen. Das war im Jahr 1992. Aus der Idee ist mitt­ler­weile eine wich­tige Ein­nahme­quelle für den Hof ge­worden. Die Arbeit mit den Tan­nen­bäu­men macht nicht nur Spaß, sondern ist auf dem Schleu­pen­hof bei Platen auf umwelt­be­wusste und pro­fes­sio­nelle Beine gestellt. Nicht zuletzt durch den kon­ti­nuier­lichen Aus­tausch mit Kollegen bei Fort­bil­dun­gen und Exkur­sio­nen im Arbeits­kreis Weih­nachts­bäume der Land­wirt­schafts­kam­mer NRW.

8 bis 12 Jahre in den Baumkulturen

Auf unserem Hof werden die Bäume nach dem Prinzip des „inte­grier­ten Pflan­zen­baus“ angebaut, das heißt, Dünger und even­tuell Pflan­zen­be­hand­lungs­mittel kommen nur nach inten­siver Dia­gnose zum Einsatz. Auch wenn Weih­nach­ten nur einmal im Jahr ist, bedeutet dies das ganze Jahr über viel Arbeit:

  • Pflanzen im Frühjahr
  • Wässern im Sommer
  • ganzjährig Kontrolle auf Schädlings- und Pilzbefall
  • Unterdrückung von Begleitwuchs
  • Errichtung von Schutzzäunen

Unsere Bäume kommen im Alter von drei Jahren zu uns in die Baum­kulturen. Dabei werden sie direkt im pas­sen­den Ernte­ab­stand gesetzt und in ihrem ganzen Baum­leben nicht mehr um­gesetzt. Acht bis zwölf Jahre ver­blei­ben sie dann in den Scho­nun­gen bis zur Ernte. Also sind Ihre Bäume, die Sie bei uns für das Weih­nachts­fest ab­holen, zwischen 11 und 15 Jahre alt.

FAQ - Häufige Fragen

Stammt der Name Nordmanntannen von "Nordmann", weil sie aus Dänemark und dem hohen Norden kommen?

Nein! Sie wurden nach Ihrem Entdecker Alexander Nordmann benannt, der sie auf seinen Expeditionen im 19. Jahrhundert im Kaukasus entdeckt und beschrieben hat. Von dort kommt übrigens bis heute der Großteil der Baum-Samen. Sie werden dann hier in Deutschland in einer Baumschule ausgesät und wachsen hier heran.

Wie lange braucht ein Baum, bis er abgesägt und als Weihnachtsbaum aufgestellt werden kann?

Bei uns wachsen die Nordmanntannen zwischen 6 und 10 Jahren auf den Kulturen, bis sie eine Größe von 1,5 bis 2,5 Meter erreicht haben. Sie kommen allerdings schon als 3-jährige Pflanzen zu uns aus der Jungpflanzen-Baumschule und werden dann vor Ort eingepflanzt und kultiviert.

Stammen alle angebotenen Bäume aus eigenem Anbau?

Zum Großteil schon, lediglich kleinere Mengen von Größen, die wir nicht ausreichend in unseren Baum-Feldern haben, tauschen wir mit anderen Kollegen aus der Region aus.

Wachsen die angebotenen Bäume im Topf eigentlich wieder weiter?

Nein, eigentlich nicht, da die Bäume bei uns in der Regel nicht mehr verschult, das heißt mehrfach umgesetzt werden. Dadurch bekommen sie keinen kompakten Wurzelballen. Jedoch laufen bei uns Versuche, in Zukunft speziell Bäume im Topf anzuziehen. Bis wir abschließende Ergebnisse vorliegen haben, dauert es noch einige Jahre.

Hat man das ganze Jahr hindurch Arbeit mit den Bäumen?

Natürlich, da die Bäume ja auch das ganze Jahr hindurch wachsen. Unsere Aufgabe ist es, sie während Ihres Wachstums zu begleiten, mit den verschiedensten Arbeiten rund um den Baum, wie Schnitte, wässern, düngen usw,.

Warum duften Nordmanntannen nicht so intensiv wie eine Blaufichte?

Der Duft der Fichte stammt aus dem ätherischen Ölen im Harz, den die Bäume absondern. Tannen harzen nicht so intensiv wie Fichten, daher produzieren sie auch nicht so intensive Gerüche.

Welcher Baum nadelt eigentlich schneller, die Fichte oder die Tanne?

Wenn man beide Bäume zeitgleich schneidet, nadelt eine Fichte eher als eine Tanne. Wir versuchen allerdings, die Bäume so spät wie möglich zu fällen, so dass man eigentlich keinen Unterschied zwischen den beiden beliebtesten Weihnachtsbaum-Arten bemerken sollte.

Welcher Baum hat die weichsten Nadeln?

Die in Deutschland mit Abstand beliebteste Tanne, die Nordmanntanne, hat sehr weiche und somit familienfreundliche Nadeln. Kinder die beim Spielen an den Tannenbaum geraten, werden das Pieken nicht als unangenehm empfinden.

Welche Nadeln pieksen am meisten?

Im Gegensatz zur weichen Nordmanntanne pieksen die Nadeln der Rotfichte und Serbischen Fichte ganz ordentlich.

Wie oft muss ein Weihnachtsbaum gewässert werden?

Am besten wässert man den Baum direkt, wenn man ihn in den Ständer stellt. So kann er die Umstellung von draußen nach drinnen am besten verkraften und sich mit Nährstoffen versorgen.

Tut dem Weihnachtsbaum frische Luft gut?

Wer dem Baum etwas Gutes tun möchte, sollte immer wieder frische Luft in die Räume lassen, in denen der Weihnachtsbaum steht. So kann er sich von der warmen Heizungsluft erholen.

Was macht man nach Weihnachten mit dem Baum?

In jeder Stadt gibt es Sammelstellen und Abholdienste für Tannenbäume. Zu Beginn des neuen Jahres können Sie die Bäume an den Straßenrand legen. Sie werden dann abgeholt und wiederverwertet.

Werden auf dem Platenhof nur Weihnachtsbäume produziert oder machen wir noch etwas anderes?

Das wäre schön, wenn wir nur vom Baum-Verkauf leben könnten. Wir sind abgesehen von den Bäumen ein ganz normaler landwirtschaftlicher Familienbetrieb, der typisch ist für diese Region mit Tierhaltung und Ackerbau.  Neben Kartoffeln, Getreide wird auch Gemüse angebaut.

Kann man alle Schafrassen in den Bäumen grasen lassen?

Nein, nur die Rasse Shropshire hat die Eigenschaft, die Bäume zu verschonen und den Begleitwuchs abzugrasen. Und da auch nur die Damen, die männlichen Tiere (Böcke) verursachen an den Bäumen oft Schäden durch Verbisse.

Hat man denn selbst noch Lust auf einen Weihnachtsbaum, wenn man das ganze Jahr so viele Bäume sieht?

Natürlich, abwechselnd darf jedes Familienmitglied einen Baum aussuchen. Bei uns schmückt traditionell das Christkind noch den Baum (zumindest für die Kleinen).